Verschmelzung technisch und organisatorisch gut gelungen
„Das Jahr 2025 war geprägt von dem Zusammenschluss der ehemaligen VR Bank Westküste mit der Niederlassung Raiffeisenbank Handewitt und der VR Bank Schleswig-Mittelholstein zu der heutigen VR Bank Schleswig-Holstein Mitte“, sagte Vorstandsmitglied Udo Kempter auf der Bilanz-Pressekonferenz. Gut 250 technische und organisatorische Aufgabenpakete seien von den Mitarbeitenden erfolgreich umgesetzt worden, damit am 15. November die neue VR Bank Schleswig-Holstein Mitte die Arbeit aufnehmen konnte.
Das Haus mit gut 600 Mitarbeitenden betreut nun rund 135.000 Kunden, davon rund 65.000 Mitglieder, in 26 personenbesetzten Filialen von Kappeln bis St. Peter-Ording und von Handewitt bis Aukrug. „An den Standorten und handelnden Personen hat sich nichts verändert“, betonte Georg Schäfer. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei Mitgliedern und Kunden, die den Umstellungsprozess und Veränderungen so positiv angenommen haben.“ So sei z.B. das aus der VR Bank Westküste bekannte Hausbank-Kontomodell auf reges Interesse gestoßen. Schäfer erklärte: „Je mehr Mitglieder und Kunden die Leistungen des Hauses für sich nutzen, desto günstiger wird die eigene Kontoführungsgebühr.“ Auftretende Fragen konnten schnell geklärt werden: So hätten die Mitarbeitenden der bankeigenen Direkt-Filiale knapp 7.000 Telefonate rund um Kontomodelle und Fusion geführt (in der Woche vom 17.- 21. November 2025). Dazu kämen ungezählte Gespräche in den Filialen, bei denen u.a. Hilfestellung für die neu vergebenen Kontonummern gegeben wurde. Diese hatten jedoch nur die Kunden der bisherigen VR Bank Schleswig-Mittelholstein erhalten, für die Kunden der VR Bank Westküste und der Niederlassung Raiffeisenbank Handewitt blieben die Kontonummern aus technischen Gründen unverändert. Dies habe aber letztlich zur Stärkung der Kundenbeziehung beigetragen und den Wert der persönlichen Beratung und der Präsenz vor Ort unterstrichen.
Stabiles Wachstum im Kreditgeschäft
„Trotz eines herausfordernden Umfeldes mit sinkender Nachfrage der Haushalte, gesunkener Auftragslage bei den Unternehmen und zunehmendem Wettbewerb wuchs das Kreditgeschäft unserer VR Bank um 4%“, so Bent Nicolaisen. Das Neugeschäft von + 475 Mio. Euro gründete u.a. auf der klassischen Unternehmensfinanzierung, Betriebsübergaben in der Landwirtschaft sowie der energetischen Sanierung bei Gewerbe- und Wohnimmobilien. Diese gewänne durch steigende Energiekosten und die immer noch sehr hohen Preise für Baumaterial und Grundstücke zunehmend an Bedeutung. Gleichwohl sei eine Belebung des privaten Baufinanzierungsgeschäftes zu verzeichnen: So wurden Finanzierungswünsche in Höhe von 243 Mio. Euro erfüllt. „Das Zinsniveau und die Immobilienpreise scheinen sich langsam auf einem neuen ‘Normal‘ einzupendeln“, sagte Vorstandsmitglied Bent Nicolaisen. „Kaufentscheidungen werden planbarer und die Nachfrage in guten Lagen und energieeffizienten Immobilien kehrt zurück.“ Dabei sei jedoch ein Trend zu kleineren Wohnflächen und zum Erwerb von Bestandsimmobilien mit Modernisierungspotential zu verzeichnen. „Mit unserer qualifizierten, ganzheitlichen Baufinanzierungsberatung und den individuellen Finanzierungskonzepten können wir immer noch die meisten Bauvorhaben ermöglichen.
Digitales Banking und persönliche Beratung weiter auf dem Vormarsch, Filialen bleiben unverzichtbar
Neben dem klassischen Beratungsangebot wächst anhaltend die Nachfrage nach digitalen Leistungen: 159.000 digitale Überweisungen wurden 2025 ausgeführt. Die umfangreichen Leistungen des Online-Bankings wurden am Computer 233.000 mal, das Banking über die VR-BankingApp wurde sogar 1,2 Millionen mal genutzt. „Insgesamt 76% unserer Kunden nutzen ihr Konto auch online“, sagte Vorstandsmitglied Karsten Petersen. „Für einfache Transaktionen möchten die Kunden heute nicht mehr extra in die Filiale kommen, sondern das Anliegen 24/7 von Überall erledigen. Gleichzeitig besteht anhaltend der Wunsch nach einem persönlichen Ansprechpartner vor Ort. Insbesondere die komplexen Themen wie Bau- oder Firmenfinanzierungen, Geldanlage, Altersvorsorge oder Versicherungen werden nach wie vor lieber bei einer Tasse Kaffee besprochen“, so Petersen.
Verbundenheit zur Region - 900.000 Euro gespendet
Die regionale Verbundenheit unterstreicht die VR Bank Schleswig-Holstein Mitte nicht nur durch das persönliche Beratungsangebot in 26 Filialen, sie unterstützt auch mit knapp 900.000 Euro gemeinnützige Aktivitäten in der Region. „Ob Hilfe für die Feuerwehr, Förderung des Regionalsports oder mit einer Spende an die Tafeln vor Ort – wir freuen uns, einen Beitrag zum Wohle der Region leisten zu können“, betont Karsten Petersen. „Ganz nach unserer genossenschaftlichen DNA ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.“